Das ist das Ende!

gras
Bild: kissthis (cc)

Wir werden alle stööörben:

Die gesundheitlichen Risiken sind unübersehbar: Hirn- und Lungenschäden, psychische Abhängigkeit, die in der Nervenklinik enden kann, und Entzugserscheinungen, wie sie bisher nur bei den Konsumenten harter Drogen bekannt waren. Inzwischen stellen Marihuana-Raucher bereits einen beachtlichen Teil der Patienten, die von deutschen Drogenberatungsstellen und Entzugskliniken betreut werden. … Nach Recherchen von Report München könnten es bald noch mehr werden. Geschätzte 100 Tonnen Marihuana – „Gras“ genannt – pumpen Dealerbanden Jahr für Jahr in die hiesige Drogenszene.

Dass Kiffen für einen Teil der Konsumenten beträchtliche Probleme mit sich bringt, unbenommen. Dass Kiffen auch Psychosen verursachen kann, unbenommen. Aber dennoch, liebe Leute von tagesschau.de, ist euer mit Anekdötchen aus dem Fahndungsalltag angereicherter Alarmismus, Zielgruppe „über Fuffzich, leicht zu vergnatzen“, reichlich peinlich. Denn bereits seit vielen Jahrzehnten sind angeblich die „Risiken des hohen THC-Gehalts noch nicht erforscht“. Die Massen der — nennen wir sie User — hingegen konsumieren hin und wieder und kommen bei der Risikobewertung durchaus zu Ergebnissen. Der VOLKSWIRTSCHAFTLICHE SCHADEN ™ durch Schnaps und Cerveza wäre im Vergleich zu Rasen und Harz selbst dann wesentlich höher, wenn sich Alkoholtrinker und Kiffer mengenmäßig die Waage hielten und überhaupt… „Marihuana – ‚Gras‘ genannt“ – hat doch auch Rechte! Es will vorgelassen werden an die Sturmfront der Gehirnzellenmassakkeroptionen mit staatlicher Duldung. Ihr, meine Herren Politiker, seid es doch, die sich liberal nennen und bei jeder Gelegenheit von Eigenverantwortung schwadronieren. Gäb’s das Zeug bei Edeka im Regal neben Underberg und Nordhäuser Doppelkorn, bräucht’s auch keine illegalen Importe aus dem Ausland mehr. Fiskus, mein alter Kupferstecher, denk doch nur mal an die Perspektive einer Steuer auf THC. Damit lässt sich einiges an Krieg führen.

Ehrlich gesagt, Herr Oberstfeldwachtmeister, wenn man doch hört, wie freizügig man anderswo mit dem Kiffen umgeht, wenn man erkannt hat dass sich der hierzulande trotzdem illegale Konsum „durch alle Gesellschafts- und Alterschichten“ zieht – „vom Schüler bis zum Bankkaufmann“ und wenn man sich dann noch über ein „Unrechtsbewusstsein gleich null“ bei den Erwischten echauffiert — dann müsste der gedankliche Schritt, einzusehen dass vielleicht man selber der mit dem Knick in der Optik ist, doch gar nicht so weit sein. Vielleicht sollten Sie’s mal selber probieren.

Das folgende Lied hat nichts mit Obst zu tun. Ich widme es meinem Buddy Walter Thälert.