Die Zukunft der Rindfleischproduktion

Die Ochsenknechts
Foto: Wikipedia / © promifotos.de

Vor nicht allzu langer Zeit machte ich mir einen Spaß und konzentrierte meine gesammelte Abneigung gegen die Kinder des Uwe Ochsenknecht und ihre aktuellen Versuche, Karriere im Musikbiz zu machen, in einen Craplog-Artikel. Meine Kritik war ätzend, aber leider nicht ausreichend konstruktiv, wie mir später klarwurde. Bloß: Wie kann man aus der Not eine Tugend machen und den selbstgerechten Größenwahn von Jugendlichen, denen vermutlich nie im Leben jemand gesagt hat, dass die markierte Kühnheit in der Selbstdarstellung albern und geschmackliche Fremdpein verursachend wirkt, konstruktiv verarbeiten? Die einen repetieren die Scham und schreiben wirklich schlimme Fanmärchen, neben denen das betrachtete Objekt, die Ochsenknechtschaft selbst, geradezu seriös wirkt. Die anderen versuchen sich an halbwegs lustigen Parodien, stupsen die Jungens somit sachte auf die defizitäre Qualität der ihnen angediehen wordenen Werke. Bloß bleibt fraglich, ob die Jungens davon jemals Kenntnis erhalten. Als „Star“ neigt man ja zum Tunnelblick, tut zudem jede Kritik als Neidgeflenne ab.

Wir hingegen, also meine Liebste und ich, sahen ein, dass bei den Ex-Kinderstars aller Wahrscheinlichkeit nach Hopfen und Malz verloren sind. Wer bereits von Kindesbeinen mit der der C-Prominenz immanenten Eigenheit, zu denken, das was man mache besitze Relevanz, sozialisiert wurde, wird diese Denkart auch in einigen Monaten, wenn der Stern zu verblassen beginnt, nicht ablegen. Notfalls besucht man Talkshows von ehemaligen Sportmoderatoren und tingelt zu Zwecken der „Promo“ — Ich bin ein Star, lasst mich hier drin! — über die Dorffeste der Republik.

Aber es besteht Hoffnung, denn die Ochsenknechtschen Schöße sind fruchtbar! Vieles kann besser gemacht werden, gesetzt den Fall, man wirft dort noch einmal. Gute Ernährung und Erziehung zur Selbstreflexion haben noch niemandem geschadet. Es fängt schon beim Namen an, denn wer „Jimi Blue“, „Wilson Gonzales“ oder „Cheyenne Savannah“ heißt, ist leider zur chronischen Selbstüberschätzung prädestiniert. S und ich maßen uns selbstverständlich nicht an, zu fordern „Uwe, nenn dein nächstes Kind Kevin“. Aber eine kleine Negativliste, wie die nächsten Ochsenknechte nicht heißen sollte (obwohl’s lustig wär), haben wir dennoch entworfen. Im Folgenden also:

Die albernstmöglichen Namen für die noch ungeborenen Kinder von Uwe Ochsenknecht

  • Bruce Créme Ochsenknecht
  • Ashley Gobi Ochsenknecht
  • Kilian Ontario Ochsenknecht
  • Adolf Orlando Ochsenknecht
  • Attila Mandala Ochsenknecht
  • Britney Taiga Ochsenknecht
  • Tarzan Penelope Ochsenknecht
  • Marvin Travolta Ochsenknecht
  • Bronson Martinez Ochsenknecht
  • Manson Nebraska Ochsenknecht
  • Vic Magenta Ochsenknecht
  • Aaliyah Strawberry Ochsenknecht
  • Winona Papaya Ochsenknecht
  • Torben Chippendale Ochsenknecht
  • Gwynneth Sunshine Ochsenknecht
  • Madonna Reykjavik Ochsenknecht
  • Freya Sinai Ochsenknecht
  • Latoya Austria Ochsenknecht
  • Alanis Waikiki Ochsenknecht
  • Mariella Fruit Ochsenknecht
  • Eagle-Eye Cherry Ochsenknecht
  • Amadeus Yokohama Ochsenknecht
  • Jefferson Sanchez Ochsenknecht
  • Toyota Ginger Ochsenknecht
  • Horst Wapiti Ochsenknecht

Weitere Vorschläge bitte in die Kommentare.