Ein Popstar in Dachau

johannes_heestersEines verstehe ich nun aber immer noch nicht, lieber „Jopi“ und liebe Sendeanstalten: Warum es so schlimm sein soll, vor ein paar SS-Männern Operettenhits zu trällern und warum sich einer gegen eine solche Behauptung juristisch wehrt.

Nein, das ist natürlich nix Tolles, sondern für sich genommen bereits brechreizern. Aber man muss das in den rechten Kontext setzen: Verglichen mit der Tatsache, dass man überhaupt ein KZ besichtigt, ist ein Auftritt in selbigem doch beinahe vernachlässigbar. Ohne die Gesangsbespaßung von Hitlers Schergen hätte Heesters Sightseeingtour am „Tag der offenen Tür“ (Zitat aus JHs Memoiren) in Dachau nicht einmal einen rechtfertigenden Zweck gehabt — für mein Verständnis wäre dies noch eine Spur makaberer.

Aber egal, denn: Wer weiß, wie die Zeit damals war – für einen Gigolo. Würg.