Klar

Im Zuge des merkwürdigen und selbst meinem Geschmacksempfinden etwas zu verquasten Grußworts Christian Klars an die Rosa Luxemburg-Konferenz kam es neben den üblichen Söderismen (also Stammtischbla) zu sehr vielen schlechten Wortspielen in den Medien: Klartext, Ja nee is‘ Klar, Alles klar, Herr Klar? und sogar Klar kommt der Klar klar. Als ob Journalisten und Blogger sich geradezu überbieten wollten, einen Nachweis für die eigene Witzischkeit zu erbringen. Da finde ich die Genitivkanonaden des inhaftierten Mörders glatt gehaltvoller.

Das einzig hübsche Bonmot in der jüngeren Diskussion stammt ausgerechnet von Petra Pau:

„Christian Klar sollte die Möglichkeit bekommen, sich seine Weltanschauung wieder durch Anschauung der Welt zu bilden.“

[via]

//edit: Warum ich oben „ausgerechnet“ schrieb weiß ich bei genauerem Nachdenken auch nicht mehr. Ich weiß eigentlich gar nichts über Frau Pau und habe dementsprechend auch keine Basis für ein Urteil über sie. Entschuldigung.