Moden

Während des Films gestern, aber auch sonst, mal wieder aufgefallen: die profane Vergänglichkeit von Moden. Auch wenn Marie Antoinette Popkultur- und Zeitgeist-unterfüttert ist, rümpft man schon mal die Augen wegen der merkwürdigen Perücken, Frauenkleidern, die auf Beckenhöhe an die Schnauze eines Hammerhais erinnern, der Kniestrümpfe bei Männern und einigem mehr.

Moden sind vergänglich. Ich hoffe gar, dass mich dareinst meine Enkel fragen werden,

  • warum wir den billigen Plastiklook des iPods eigentlich so „großartiges Design“ fanden und
  • warum in unserer Zeit eigentlich alle Bauwerke, die etwas repräsentieren sollen, aus Glas sein mussten.

Die Nachmilleniumsjahre seien einfach mal extrem uncool gewesen (das Wort „cool“ wird merkwürdigerweise die Epochen überdauern, wenn ich mal vorsichtig prognostizieren darf), werden sie sagen und genauso despektierlich Fragezeichen in die Luft starren vor den Residuen unserer Zeit wie wir vor den graubraunen Betonkuben der 70er Jahre. Eine tröstliche Vorstellung.