Neues aus dem Konfliktgebiet

Tibet: Karte
Bild: Wikimedia Commons (GNU FDL)

Vielleicht erinnert sich noch jemand an meinen nicht sonderlich gelungenen Rant gegen die Monetarisierung der sogenannten Menschenrechtsproteste durch diesen Fun-T-Shirt-Webshop auf Amazon. Nun, es kommt noch etwas dicker: „Free Tibet“-Fahnen wurden in China hergestellt. Oh die Ironie!

Was das ganze Brimborium um China, Tibet, die olypischen Spiele und die selbstverständlich immer angesprochenen Menschenrechtsfragen angeht, wenn Spitzenpolitiker mal wieder in die Dunstglocke von Beijing jetten, um Milliardenverträge für die Industrie abzuschließen, bleibe ich hübsch unaufgeregt. Stattdessen lese ich mir lieber das recht aufschlußreiche Interview mit Tibet-Kenner Colin Gouldner in der TP durch und erfahre dort, dass es der ja immer so freundlich grinsende Lama durchaus faustdick hinter den Ohren hat. Genauso unsere fri-fra-freien Medien, die kollektiv einseitig über die Unruhen berichtet haben, zum Teil mit gefälschtem Bildmaterial. Was natürlich nicht heißen soll, dass die VR China nicht auch durchaus heftig den Daumen auf ihre Bürger hält, aber darum geht’s da schließlich auch nicht.