Problemate

club-mateBehandeln eure Pfandautomaten bzw. die eurer Supermärkte Club Mate-Flaschen auch grundsätzlich wie Bier bzw. deren Behältnisse? Das heißt, mit einem Wert von 8 Cent statt 15 Cent, so wie für Limonaden üblich? Zumindest im Edeka, REWE und Kaiser’s verhält sich’s dergestalt, und es liegt nahe, das dies mit den durchaus sehr ähnlich geformten Flaschen zusammenhängt. Ich bin ja meist zu faul, extra die Pfandklingel zu drücken und einen Kaiser’s-Mann zu rufen. Nein – faul trifft’s nicht ganz. Ich stelle mir dann immer vor, wie der denkt: Ach schon wieder so ein Hirni, bestimmt aus der Internetbranche, der mich hier extra von meinen noch einzuräumenden 14 Kartons Tütensuppen wegruft, weil er persönlich bedient werden will und nicht mal auf 7 Cent Pfanddifferenz verzichten kann. Vor Äonen (so um den 11. September 2001 rum) war ich auch mal Angestellter eines Supermarktes, Herr über den Pfandautomaten zudem, und kann mich da noch ein Stückweit hineinversetzen. Die denken ja wirklich so. Der Kunde ist für die ja ein Stück Vieh. Deswegen lass ich das mit der persönlichen Abgabe der Club Mate-Flaschen und werf die in den Automaten. Aber das läppert sich, auf’s Jahr gerechnet komme ich bei, realistischer Wert, durchschnittlich einer Club Mate am Tag auf einen Fehlbetrag von € 25,55, in Schaltjahren sogar weitere 7 Cent mehr. Wer kompensiert einen für sowas? Dahinter ein Komplott oder eine Verschwörung zu vermuten, maße ich mir aber nicht an. Das Geld fließt ja auch einem guten Zweck zu: Der deutschen Wirtschaft. Ohne die würden wir bekanntlich noch in Höhlen wohnen. Da kann man auch mal tiefer in die Tasche greifen für, beziehungsweise in den Pfandautomaten.

Bild: leolumix (cc)