Wir nennen uns wichtig

Gehen wir mal davon aus, dass Katzen- und Strickblogger nicht bei einer Bloggermesse auf dem Podium sitzen und darüber referieren, wie sie Katzencontent bloggen. Auch wenn das aus meiner Sicht spannender wäre als merkwürdige semijuristische Diskussionen über Ethik. Warum tun sie es nicht? Weil man sie belächelt. Wer belächelt sie? Die wahrgenommene öffentliche Meinung. Wer sitzt dann auf dem Podium? Die, die die öffentliche Meinung bestimmen.

Auf dem Podium sitzen Leute, die das Bloggen nicht nur als weiteren Kommunikationskanal mit einigem Potenzial sehen, sondern die dem Bloggen einen weltanschaulichen Platz einräumen. Es sind zum Teil Freaks mit zum Teil exorbitanter Intoleranz entgegen dem Freiheitsgedanken, den sie predigen. Die anderslautende Meinungen abbürsten. Und die eine gedankliche Atmosphäre schaffen, in der Katzenblogger lieber leise sind, weil sie glauben, damit gegen die Mehrheit zu sprechen oder auch nur nicht so cool zu sein, weil es zum Coolsein gehört, dass man krauses Insider-Zeug schreibt.

Gedanken zur „Leitkultur“ bestimmter Weblogs, Katzenblogs und der Selbstwahrnehmung einzelner Blogger. Interessante Aspekte bei Thilo Baum. [via]

Und als nächstes… machen wir Björn zum A-Blogger. Alle mal verlinken, bitte. Sorry Björn, ich konnt’ nich anders.

René von nerdcore.de versucht, sich seines Blogosphären-Impacts zu versichern. Finde ich durchaus peinlich, sowas.